Risse im Holz

Alle Hölzer, die der Witterung ausgesetzt sind und mit guten offenporigen Imprägnierlasuren gestrichen werden, können bei Regen Wasser aufnehmen. Dabei vergrößert sich das Holzvolumen (quellen). Bei anschließender Sonneneinstrahlung trocknet das Holz rasch wieder aus und es schwindet. Es entstehen „Trockenrisse“.  Ein ganz natürlicher Prozess. Es gibt nur eine Möglichkeit dies zu verhindern, man verschließt die Holzoberfläche mit einem Lack oder einer Dickschichtlasur.

Aber Vorsicht! Durch feinste kleine Risse, die dennoch im Holz entstehen werden, kann auch hier Wasser eindringen. Das Holz trocknet schlecht und wird sehr frühzeitig von innen her anfangen zu faulen.

Daher empfehlen wir: Streichen Sie Ihr Holz regelmäßig mit 100 % offenporigen Imprägnierlasuren (z.B. HK.Lasur Fabr. Remmers) und stören Sie sich nicht an Trockenrissen. Sie sind etwas Natürliches. Dafür bleibt Ihr Holz lange gesund. Auch die Stabilität wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Alles eine Frage der Einstellung zum Werkstoff Holz

Risse gehören zum Holz, wie die Kruste zum Brot oder der Rost zum blanken Eisen. Daher sind Trockenrisse im Holz auch kein Grund für eine Reklamation. Schon vor langer Zeit haben Dichter sich dieses Themas bedient. So fanden wir kürzlich im Internet diesen Reim.

Die Fuge

Gott schuf das Holz, mal hart, mal weich.

Doch eins, sprach er, ist immer gleich,
es wird nie rasten und nie ruh’n,

wird arbeiten, wird stets was tun.
Und so gab er dem Holz die Zellen,

jetzt konnt es schwinden und auch quellen,
doch als es schwand, wurd’s plötzlich klar,

da war ein Stück, wo nichts mehr war.
Und da sprach unser Herr, der Kluge:

Mein liebes Holz, das ist die Fuge.
Trag sie mit Achtung und mit Stolz,

denn an ihr erkennt man dich als Holz.

(Autor unbekannt)

Mit diesem Gedicht möchten wir ein wenig zum Verständnis für den Werkstoff Holz beitragen.

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