Wissenswertes über Holz ! 

1.Trockenrisse und Verwerfen, Schwinden und Quellen:

Alle Hölzer, die der Witterung ausgesetzt sind, können bei Regen Wasser aufnehmen. Dabei vergrößert sich das Holzvolumen (quellen). Bei anschließender Sonneneinstrahlung trocknet das Holz rasch wieder aus und schrumpft (schwindet). Als Folge der nicht gleichmäßigen Struktur des Holzes, finden die Schrumpfungsprozesse bei der Austrocknung nicht gleichmäßig statt. Es entstehen „Trockenrisse und Verwerfungen“. Ein ganz natürlicher Prozess. Auch durch sorgfältigste Rohholzauswahl lässt sich dieser Effekt nur verhindern oder verzögern, wenn man mit einem Lack oder einer Dickschichtlasur die Holzoberfläche verschließt.

Doch Vorsicht ! Durch feinste kleine Risse die dennoch im Holz entstehen werden, kann hier Wasser eindringen. Das Holz trocknet schlecht und wird sehr frühzeitig von innen her anfangen zu faulen. Daher empfehlen wir: Streichen Sie Ihr Holz regelmäßig mit 100 % offenporigen Imprägnierlasuren (HK-Lasur Fabr. Remmers) und stören Sie sich nicht an Trockenrissen. Sie sind etwas Natürliches. Dafür bleibt Ihr Holz lange gesund. Auch die Stabilität wird dadurch nicht beeinträchtigt. Nach DIN-Norm 4074 sind Trockenrisse grundsätzlich zulässig, da die statischen Eigenschaften und die Haltbarkeit des Holzes nicht negativ beeinflusst werden. Länge, Tiefe und Breite von Trockenrissen unterliegen beim Gartenholz keinerlei Beschränkungen. Leichte Krümmungen und Verdrehen sind ebenfalls zulässig.

 2. Rauigkeiten

Beim Hobeln und Fräsen sind trotz hoher Sorgfalt und scharfen Werkzeugen raue Stellen – insbesondere im Bereich von Ästen oder entgegen der Bearbeitung gerichteten Holzfasern – nicht immer zu vermeiden. Bei der Kopfrundung der zugekauften Zaunlatten und an Kappschnitten sind wegen der quer zur Holzfaser verlaufenden Bearbeitung raue Oberflächen und kleine Fransungen möglich.

 3. Bläue und Schimmel

In der warmen Jahreszeit ist eine zum Teil recht intensive, meist streifig verlaufende Bläuefärbung von unbehandelten Hölzern (insbesondere Kiefer oder Douglasie/Lärche im Splintbereich) möglich. Die verursachenden Bläuepilze sind jedoch nicht holzzerstörend und beeinflussen daher nicht die Festigkeit des Holzes. Nach der Imprägnierung ist der Befall gestoppt. Kesseldruckimprägnierte Hölzer, die nach Fertigstellung verfahrensbedingt eine sehr hohe Feuchte aufweisen, neigen in den Lagerpaketen zu Stockflecken und Schimmelbefall. Diese können aber nicht ins Holz eindringen und wirken ebenfalls nicht holzzerstörend. Störende Flecken können leicht abgewischt werden und gleichen sich bei der Bewitterung nach relativ kurzer Zeit an.

4. Achtung Gerbsäure

In allen Hölzern befindet sich „Gerbsäure“. Der Gerbsäuregehalt im Holz ist für die natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes verantwortlich. Gerbsäure kann in Verbindung mit Eisenstaub zu schwarzen Verfärbungen im Holz führen. Hierbei reichen niedrige Konzentrationen von Eisen aus. Bitte vermeiden Sie Metallarbeiten wie „Sägen“ oder „Flexen“ in unmittelbarer Nähe des Holzes. Eisenstaub, z.B. durch Arbeiten mit einer Trennflex, kann auch über weitere Entfernungen durch die Luft heran getragen werden. Diese in seltenen Fällen auftretenden Verfärbungen sind kein Mangel in der Holzqualität oder der Herstellung des Produktes. Durch Regen ausgespülte Gerbsäure kann auch zu Verfärbungen auf anderen Materialien wie Beton führen. Besonders bei der Verwendung von Eiche und anderen Harthölzern ist diese Eigenschaft häufig und intensiv. Auch durch Douglasie, Fichte, Kiefer oder Lärche können Verfärbungen verursacht werden. Bitte verwenden Sie möglichst Edelstahlschrauben für Ihr Gartenholz.

 5. Allgemein

Für die Herstellung unserer Gartenhölzer kommen nur ausgesuchte Rohstoffe zum Einsatz. Doch trotz sorgfältigster Materialauswahl und modernen Fertigungsmethoden lassen sich bei Holz die dargestellten Besonderheiten, die in der Praxis zu beobachten sind, nicht  vermeiden. Diese unverwechselbaren Naturmerkmale sind unbeeinflussbare Eigenschaften und manchmal auch charakteristische "Schönheitsfehler" des Werkstoffes Holz und stellen keinen echten Mangel dar.

Holz ist und bleibt ein Naturprodukt!

 6. Weitere Hinweise zum Thema Gartenholz erhalten Sie in unseren Katalogen und sind in unserem Betrieb ausgehängt.

 

Wissenswertes über die Werkstoffe WPC und BPC

 1.Pflege und Reinigung

Die Terrassendielen und Zaunelemente sind einfach und ohne spezielle Pflege- und Reinigungsmittel zu säubern. Für die normale Reinigung reicht ein Besen oder ein Hochdruckreiniger (max. 80 bar). Ein mildes Reinigungsmittel kann zusätzlich genutzt werden. Eine rotierende Waschbürste darf nicht verwendet werden. Fett- und Ölflecken können mit einem leichten Entfettungsmittel beseitigt werden. Für hartnäckige Verschmutzungen findet eine verdünnte Bleiche-Lösung (25% Bleiche und 75% Wasser) Verwendung. Anschließend gründlich mit Wasser nachspülen. Keine lösungsmittelhaltigen Reiniger verwenden! Um einen guten Wasserabfluss zu gewährleisten, sind die Fugen zwischen den Dielen sauber zu halten.

2. Bei Flecken

• Sofort den Fleck entfernen, bevor dieser in das Dielenmaterial eindringen und trocknen kann. Wird der Fleck nicht sofort entfernt, dringt dieser in das Material ein und trocknet. Zur Entfernung eingetrockneter Flecken verwendet man einen Hochdruckreiniger (max. 80 bar). Die Reinigung erfolgt in Richtung der Rillen. Die Verfärbung verflüchtigt sich nach 6 bis 10 Wochen. Farben und Farbveränderungen sind in diesem Produktbereich im Allgemeinen nicht zu vermeiden. Dies liegt zum einen am Hauptbestandteil, dem Naturwerkstoff Holz, der nie in einer gleichmäßigen Farbe und Beschaffenheit verfügbar ist. Durch UV-Einstrahlung werden allerdings die Oberflächenstrukturen beeinflusst. Nach einiger Zeit kann dies dazu führen, dass WPC und BPC sich geringfügig in seiner Farbintensität verändert bzw. verblasst. Bedingt wird dieser kurzzeitige sowie natürliche Prozess durch die Gegebenheiten des Materials. Ferner beinhalten die Holzpartikel in ihren Zellwänden das Makromolekül Lignin, welches die Verholzung der Zellen (Lignifizierung) bewirkt und somit die Festigkeit des Werkstoffs sicherstellt. Bedingt durch die Bearbeitung der Oberflächenstruktur von WPC und PBC während des Fertigungsprozesses, setzen die Holzfasern Lignin frei, welches in Verbindung mit der UV-Strahlung zu Farbveränderungen (einem leichten Gelbton) führen kann. Je nach Witterungsverhältnissen können diese Farbveränderungen unterschiedlich ausfallen. Durch die wechselnden Witterungsverhältnisse verlieren die Holzpartikel in ihrer Oberfläche an Lignin, wodurch sich bräunliche / gelbliche Strukturen an dieser absetzen und die Veränderung der Farbe hervorrufen. Je stärker dasMaterial den Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist, desto schneller entweicht das Lignin aus den Holzfasern, wodurch das Material bereits nach kurzer Dauer annähernd seine Originalfarbe annimmt. Sofern eine Beschleunigung dieses Farbangleichungsprozesses gewünscht wird, empfiehlt es sich, das Material in regelmäßigen Abständen mit Wasser zu befeuchten, wodurch die Freisetzung des Lignins zusätzlich unterstützt wird. Aufgrund der Natürlichkeit des Holzwerkstoffs sind diese Farbunterschiede nie gänzlich auszuschließen. Die Funktionalität sowie Qualität von GroJa WPC und BPC wird durch diesen natürlichen sowie materialbedingten Prozess jedoch in keinster Weise beeinträchtigt. Keine Abdeckung .Die Dielen sollten weder im verbauten noch im unverbauten Zustand mit Kunststofffolien o. ä. abgedeckt werden, da es zu Kondens- oder Stauwasser und somit zur Fleckenbildung kommen kann.

3 Bauvorschriften

GroJa-Produkte aus WPC und BPC haben keine bauaufsichtliche Zulassung und sind aus diesem Grunde nicht für tragende, konstruktive Zwecke (wie Balkone, Brücken etc.) einzusetzen. Die lokalen Bauvorschriften sowie die Montageanleitung und technischen Informationen sind entsprechend zu beachten. Dielenverarbeitung. Aus produktionstechnischen Gründen kann es zu Längendifferenzen und zu nicht rechtwinklig geschnittenen Dielenenden kommen. Vor der Montage empfehlen wir, die Dielenenden im rechten Winkel zu kürzen. Optimale Flächenwirkung GroJaSombra-Dielen zeigen unterschiedliche, natürliche Farbschattierungen und Strukturoberflächen. Um ein optimales Erscheinungsbild zu erzielen, müssen diese gut gemischt verlegt werden.

4. Garantieausschluss

Von der Garantie ausgeschlossen sind Schäden,

• die auf Nichtbeachtung der Montageanleitung zurückzuführen sind.

• die auf Fremdeinwirkung, Gewalteinwirkung, mangelnde Sorgfalt, unsachgemäße Handhabung, mut- oder böswillige Behandlungen zurückzuführen sind.

• die durch Veränderung der ursprünglichen Konstruktion des Produktes entstehen.

• die durch Brand, unsachgemäßen Gebrauch, unmittelbare Einwirkung von Sturm, Hagel etc. verursacht werden.

• die durch Montage aller Dielentypen ohne GroJaSombra-Montageklemmen entstehen können.

Ebenfalls von der Garantie ausgeschlossen:

• Fleckenbildungen durch Staunässe,

• natürliche Farbschattierungen,

• Verfärbung durch Pflanzgefäße, Umwelteinflüsse (Blütenstaub etc.), Öle, Fette und Chemikalien aller Art.

 Mit freundlichen Grüßen

Krech-Zäune GmbH ,  Lütjes Feld 2, 37154 Northeim  Tel.  05554/8911    (Stand: 01.01.2017)
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